Unsere Azubis
Auszubildende in der Verwaltung
Wir, die Auszubildenden der Stadt Lügde, sind stolz darauf, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Emilia Sulejmani und Lea Böter befinden sich im dritten Ausbildungsjahr als Verwaltungsfachangestellte, während Felix Wäser im zweiten Ausbildungsjahr tätig ist. Unser jüngster Zuwachs Lina Willeke befindet sich seit August im ersten Ausbildungsjahr.
Grundlagen der Ausbildung
Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beläuft sich auf drei Jahre und beginnt immer zum 1. August des Jahres. Der Berufsschulblock gliedert sich in drei Blöcke die jeweils über die Dauer von ca. 3 Monaten angelegt sind. Die Berufsschule ist das Hanse-Berufskolleg in Lemgo. Außerhalb der Blockzeiten nimmt man als Auszubildende*r an einer dienstbegleitenden Unterweisung (DbU), die an einem festen Wochentag stattfindet, teil. Die DbU wird von der zuständigen Berufsbildungsstätte, in diesem Fall das Studieninstitut Westfalen-Lippe in Bielefeld, organisiert. Der Unterrichtsort der DbU ist in der Regel in Detmold. Unterrichtet wird man z.B. in den Fächern Kommunalrecht, Methodik der Rechtsanwendung, Recht der Gefahrenabwehr und Verwaltungsorganisation. Nach ca. 1 ½ Jahren Ausbildungszeit wird eine Zwischenprüfung im Studieninstitut Westfalen-Lippe abgelegt, die in drei einzelne Klausuren aufgeteilt ist. Um die Ausbildung nach 3 Jahren abzuschließen, müssen vier schriftliche Abschlussprüfungen und eine praktische Abschlussprüfung abgelegt werden.
Erfahrungen
Als Auszubildende*r der Stadt Lügde durchläuft man die Fachbereiche Zentrale Dienste & Finanzen, Ordnung & Soziales und Stadtentwicklung, Planen & Bauen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Ausbildung kann man als Verwaltungsfachangestellte in so ziemlich jedem kommunalen Bereich eingesetzt werden. Wir haben uns für diese Ausbildung entschieden, da man sich mit rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen befasst, dessen Vielfalt unser Interesse geweckt hat. Als Auszubildende/r erhältst du einen Überblick über die wesentlichen Abläufe in der Stadtverwaltung und unterstützt bei der Bearbeitung der unterschiedlichsten Verwaltungsvorgänge. Du übernimmst in der Regel Aufgabenbereiche und Vorgänge, die weitestgehend selbstständig ausgeführt und überwacht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Materialverwaltung, das Mitwirken bei der Materialbeschaffung und das Postwesen. Während der Ausbildungszeit lernen wir grundlegend den Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern und wie wir als Ansprechpartner*innen fungieren können. Durch die Zusammenarbeit, auch mit den Bereichen Bauhof, Kindertagesstätten, Schulen und Freibädern, trifft man mit vielen Kolleginnen und Kollegen zusammen und erhält somit auch einen Überblick über die Abläufe der städtischen Einrichtungen.
Wenn du also ebenfalls Spaß am Umgang mit Menschen hast, sowohl teamfähig als auch eigenständig bist, dann ist die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten vielleicht auch etwas für dich.
Auszubildende in den Kindertagesstätten
Hallo, ich heiße Joe Eileen Eichhorn. Ich bin 28 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin bei der Stadt Lügde. Zurzeit befinde ich mich im zweiten Ausbildungsjahr der praxisintegrierten Ausbildung (PiA). Im Folgenden möchte ich euch den Ablauf und Aufbau dieser Ausbildung vorstellen.
Grundlagen der Ausbildung
Die PiA-Ausbildung erstreckt sich über insgesamt drei Jahre und beginnt jedes Jahr am 1. August. Hier ist der Ablauf der Ausbildung im Detail:
- Erstes Ausbildungsjahr: An drei Tagen in der Woche findet fachtheoretischer Unterricht statt, an den anderen zwei Tagen praxisorientierter Unterricht. Die Praxisstelle muss im Vorfeld selbst gesucht und von der Schule genehmigt werden.
- Zweites Ausbildungsjahr: Der fachtheoretische Unterricht wird auf zwei Tage pro Woche reduziert, während an drei Tagen praxisorientierter Unterricht stattfindet. In diesem Jahr steht auch ein achtwöchiges Praktikum an, das idealerweise in einem anderen Arbeitsfeld absolviert werden sollte.
- Drittes Ausbildungsjahr: Wie im zweiten Jahr findet an zwei Tagen pro Woche fachtheoretischer Unterricht und an drei Tagen praxisorientierter Unterricht statt. Am Ende dieses Jahres stehen das schriftliche Examen sowie das Kolloquium an.
Leistungsnachweise und Projekte
In jedem Ausbildungsjahr sind verschiedene Leistungsnachweise zu erbringen. Dazu gehören unter anderem:
- Gestaltung und Vorstellung von verschiedenen Angeboten mit Lehrerbesuchen, die anschließend reflektiert werden. Diese erstrecken sich die gesamten drei Jahre durch.
- Planung und Durchführung eines pädagogischen Projekts im zweiten und dritten Jahr, auch hier finden Lehrerbesuche statt.
- Führung eines Portfolios während der gesamten Ausbildungszeit.
Unterrichtsaufteilung
Der Unterricht ist in verschiedene Lernfelder (LF1 bis LF6) aufgeteilt und umfasst zusätzlich Fächer wie Deutsch, Religion, Fremdsprache, Naturwissenschaften und Politik.
Aufgaben einer Erzieherin
Erzieher*innen haben vielfältige Aufgaben, darunter:
- Beobachtung des Verhaltens und Befindens von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
- Betreuung und Förderung dieser Personen basierend auf pädagogischen Grundsätzen.
- Analyse und Beurteilung von Entwicklungsstand, Motivation und Sozialverhalten.
- Förderung der körperlichen, sprachlichen und geistigen Entwicklung durch kreative Betätigungen sowie gelenktes oder freies Spiel.
- Unterstützung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Entwicklung zu selbstbestimmten Persönlichkeiten mit Verantwortungsbewusstsein für sich und andere.
Diese Ausbildung ist herausfordernd, aber auch äußerst erfüllend, da sie dazu beiträgt, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen und zu begleiten.
Auszubildende im Abwasserwerk
Mein Name ist Immo Rahns, und ich befinde mich im ersten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Abwassertechnik. Schon immer war ich von der Technik fasziniert und wollte einen Beruf ausüben, der nicht nur herausfordernd ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Deshalb habe ich mich für diese Ausbildung entschieden.
In meiner Ausbildung steuere und überwache ich die Betriebsabläufe der Abwasseraufbereitung. Dazu gehört die Überwachung der Kläranlagen, wo ich sicherstelle, dass alle Prozesse reibungslos funktionieren. Besonders spannend finde ich die Laborarbeiten, bei denen ich die Wasserqualität untersuche. Das gibt mir einen tiefen Einblick in die chemischen und biologischen Prozesse, die für sauberes Wasser sorgen. Ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Wartung der technischen Anlagen. Hier ist mein handwerkliches Geschick gefragt, denn die Maschinen und Geräte müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden, um einen störungsfreien Betrieb zu garantieren
Die Ausbildung ist sehr vielseitig gegliedert. Praktische Erfahrungen sammle ich in den städtischen Kläranlagen und Pumpwerken. Hier lerne ich die verschiedenen Anlagen und deren Funktionsweise kennen. Die theoretische Ausbildung erfolgt überbetrieblich im Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft GmbH in Essen. Hier vertiefe ich mein Wissen über die Prozesse und Technologien der Abwasserbehandlung. Zusätzlich besuche ich den Blockunterricht am Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen, wo ich die schulischen Grundlagen für meine Arbeit erlerne. Für diesen Beruf sind handwerkliches Geschick und technisches Verständnis unerlässlich. Auch Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Motivation sind wichtige Eigenschaften, die ich in meiner täglichen Arbeit benötige. Die körperliche Belastbarkeit ist ebenfalls von Bedeutung, da die Arbeit in den Anlagen körperlich anspruchsvoll sein kann.
Die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik ist abwechslungsreich und fordert mich jeden Tag aufs Neue heraus. Ich bin stolz darauf, einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt zu leisten und freue mich auf die kommenden Herausforderungen und Erfahrungen in diesem Beruf.