Westfalen Weser und Stadt Lügde starten Kooperation für die Trinkwasserversorgung
Die Stadt Lügde setzt künftig bei dem Betrieb ihres Wassernetzes und Anlagen auch auf die Zusammenarbeit mit Westfalen Weser. Ziel der Kooperation ist es, die Betriebssicherheit der Trinkwasserversorgung weiter zu erhöhen, die Kommune zu entlasten und die interkommunale Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.
Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Westfalen Weser zentrale Aufgaben für die Stadt. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Bereitschaftsdienst außerhalb der regulären Arbeitszeiten. In den Abendstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen wird dieser durch das Team der Betriebsstelle Blomberg sichergestellt. Ergänzend dazu erfolgt das Störungsmanagement rund um die Uhr über die Leit- und Meldestelle des Unternehmens.
„Mit der Kooperation stellen wir die Trinkwasserversorgung in Lügde auch zukünftig zuverlässig und zukunftssicher auf“, betont Bürgermeister Torben Blome. „Gleichzeitig schaffen wir eine spürbare Entlastung für unser kommunales Wasserwerk und profitieren von der technischen Expertise und der umfassenden Infrastruktur eines erfahrenen Partners.“ Auch Katharina Eckstein, Leiterin Kommunalmanagement bei Westfalen Weser, hebt die Vorteile der Zusammenarbeit hervor: „Kommunen stehen vor der Herausforderung, ihre Infrastrukturen effizient und gleichzeitig auf hohem Qualitätsniveau zu betreiben. Mit unserem Kooperationsmodell unterstützen wir gezielt, bündeln Kompetenzen und sorgen für eine verlässliche Betriebsführung, insbesondere in kritischen Situationen.“
Die Zusammenarbeit baut dabei auf bereits bestehenden Strukturen auf. Als Netzbetreiber übernimmt Westfalen Weser in Lügde seit vielen Jahren den Entstörungsdienst für die Strom- und Gasnetze. Die hierfür vorhandenen Prozesse, die Leit- und Meldestelle sowie die regionale Einsatzorganisation können nun auch für die Trinkwasserversorgung genutzt werden. Dadurch entstehen wertvolle Synergien, die sowohl die Reaktionsfähigkeit bei Störungen erhöhen als auch die Effizienz im Betrieb verbessern.
Insbesondere für kleinere kommunale Teams bietet das Kooperationsmodell einen wichtigen Mehrwert. Durch die Übernahme der Rufbereitschaft durch Westfalen Weser muss die Stadt Lügde keine eigene Bereitschaft für die Trinkwasserversorgung vorhalten. Dies entlastet die Mitarbeitenden nachhaltig und schafft gleichzeitig die Sicherheit, dass im Störungsfall rund um die Uhr qualifiziertes Fachpersonal verfügbar ist.
Westfalen Weser verfügt über langjährige Erfahrung im Betrieb kommunaler Versorgungsnetze. Das Unternehmen betreut bereits heute ein Trinkwassernetz mit einer Gesamtlänge von rund 2.931 Kilometern und setzt unter anderem in Steinheim sowie in Schloss Holte-Stukenbrock vergleichbare Kooperationslösungen erfolgreich um.