Vermeidung von Stagnation (Stilstand in den Wasserleitungen)

Die wichtigste Regel zur Vermeidung von Stillstand in Wasserleitungen, ist der regelmäßige Austausch des Wassers in den Leitungen: „Wasser muss fließen!“ . Hier könnten zum Beispiel technische Lösungen wie Hygienespülanlagen eingesetzt werden. Diese System sorgen automatisch dafür, dass der Wasserinhalt der Trinkwasserrohrleitungen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht wird.

Bei größeren Anlagen können auch die folgenden Informationen helfen:

1. Abtrennung von nicht mehr genutzten Anlagenteilen

Werden Gebäude- oder Anlagenteile nicht mehr genutzt, ist es unumgänglich, diese abzutrennen oder idealerweise rückzubauen, da ein regelmäßiger Wasseraustausch nicht gewährleistet wird.

2. Kurze Rohrleitungsführung und richtige Dimensionierung

Eine möglichst kurze Rohrleitungsführung verhindert, dass das Trinkwasser unnötige Strecken zurücklegen muss. Werden Rohrquerschnitte richtig dimensioniert, werden im Betrieb auch die nötigen Strömungsgeschwindigkeiten erreicht.

3. Häufige Entnahmestellen am Ende von Stichleitungen anordnen

Hygienisch problematisch sind Stichleitungen, die nur selten oder im schlimmsten Fall gar nicht benutzt werden. Wichtig ist es daher, häufig genutzte Entnahmestellen an ihrem Ende anzuordnen – zum Beispiel Spülkästen, die für einen regelmäßigen Wasseraustausch sorgen.

4. Auslegung der Warmwasserspeicher so klein wie möglich

Werden Warmwasserspeicher richtig dimensioniert, entsprechen sie dem tatsächlichen Wasserverbrauch eines Haushalts.


5. Trennung der Löschwasser­versorgung

Die DIN 1988-600 schreibt es vor: Feuerlösch- und Brandschutzanlagen dürfen nicht unmittelbar an die Trinkwasserversorgung gekoppelt sein. Da das Wasser in Löschanlagen stets stagniert und kein Durchfluss stattfindet, müssen sie ausreichend abgesichert sein.