Wo ist die Schwarze Brücke?

Die Schwarze Brücke ist eine Brücke in der Kernstadt Lügde, die gar nicht schwarz ist. Früher wurde die Brücke auch Obere Brücke oder Simeonsbrücke genannt. Sie überbrückt die Emmer südlich von der historischen Altstadt Lügde.Die Straße die über sie hinwegführt ist die Eschenbrucher Straße. In westlicher Richtung führt die Straße nach …? Genau, nach Eschenbruch, einem Ortsteil von Blomberg. In östlicher Richtung mündet sie in dem Kreisel Süd,

Zwischen dem Kreisel und der Schwarzen Brücke befindet sich auf der südlichen Seite der Eschenbrucher Straße eine Sammelstelle für Altpapier, Altglas, Grünschnitt und so weiter. Jetzt wundern Sie sich nicht mehr, wenn Ihnen jemand auf die Frage: „Wo kann ich denn meinen Grünschnitt entsorgen?“, mit: „An der Schwarzen Brücke!“ antwortet.

Den Namen hat die Schwarze Brücke bekommen, weil mindestens eine ihrer Vorgängerin so verwittert war, dass Sie fast schwarz war. Bis 1907 war die Brücke aus Holz. Doch die 1907 neu aus Beton errichtete Brücke hielt nicht lange. Bei einem starken Hochwasser im Februar 1909 stürzte sie ein und musste komplett neu errichtet werden.

Der Name Simeonsbrücke geht auf das Heiligenhäuschen zurück, dass in der Nähe der Brücke zu finden ist. Das Prozessionshäuschen trägt den Namen Simjönchen, weil darin eine Plastik aufgestellt ist, die den heiligen Simon darstellen soll. Das Simjönchen ist übrigens schon mal „umgezogen“. Es stand bis 1970 auf der anderen Emmerseite. Das wiederum hängt mit dem Neubau der Brücke im Jahr 1970 zusammen.

Die Bezeichnung Obere Brücke bezieht sich auf den Verlauf der Emmer. Einfach gesagt: Oben ist die Quelle und unten die Mündung. Die Schwarze Brücke ist näher an der Quelle als die Brücke am Brückentor (Brückenstraße / Hohenborner Straße). Nebenbei: Daher trägt das südliche Tor der Altstadt auch den Namen Oberes Tor.